Liebe Maria,
ja, du hast das sehr schön ausgedrückt – dies ist unendlich erweiterbar.
Das heißt aber auch für mich, wenn es ausweitbar ist, d.h. wenn ich mir diese dankbare und bewusste Geisteshaltung grundsätzlich angewöhne/aneigne, dann wäre dies ein großer Segen für alle und hängt auch wieder mit unserem Thema „Frieden“ zusammen.
Dankbarkeit und Frieden sind enge Verwandte bzw. folgt das eine aus dem Anderen.
Auch kann daraus natürlicherweise Liebevolles entwachsen – es hängt ja alles mit allem zusammen, so auch mit unseren innerlichen Prozessen und unserer Geisteshaltung.
Es ist ein sich ständig gegenseitig beeinflussendes Ganzes, welches ungeheuer komplex ist und nicht seperat betrachtet werden kann.
In der Schrift sind es die ersten zwei Gebote, welche dies auszudrücken versuchen, so meine ich.
Und je mehr wir uns mit den Zusamnmenhängen des Lebens beschäftigen, sie mit offenem Herzen erforschen und entdecken, desto mehr erwacht in uns eine große Ehrfurcht und ein Staunen über dieses unfassbare Wunder.
Darum auch irgendwann meine Annahme, dass wir im Grunde deswegen leben, um die Schönheit des LEBENS/Gottes „schmecken zu können“, wie es irgendwo in der Bibel so schön heißt.
Um an der unermesslichen Freude des Schöpfers und dessen Schöpfung teilhaben zu können.
Dann nähern wir uns mehr und mehr dem Land, in dem Milch und Honig fließen (Entsprechung von Weisheit und Liebe) und es uns also an nichts mangelt.
Diese Worte der Schrift beschreiben ja meist geistig-seelische Zustände in uns und sind nicht unbedingt wörtlich zu nehmen, so wie ich sie begreife.
Schmerz und Leid sind in dem Sinne keine Spielverderber in dieser Harmonie des Lebens, sondern sie weisen uns sachte darauf hin, wo wir eben diese dabkbare Geisteshaltung in uns noch nicht entwickelt haben.
Wo wir noch etwas nicht wollen, ablehnen oder entwerten.
Da es ja im Umfassenden dieses Systems Leben nichts Falsches oder Minderwertiges gibt, sondern alles seinen Sinn und Zweck hat, werden wir die Folgen zu spüren bekommen, wenn wir dies hier oder dort noch nicht erkannt haben.
Wenn wir diese Zusammenhänge einmal für uns entdeckt haben, dann können wir viel konstruktiver mit den scheinbar unangenehmeren Dingen und Situationen in unserem Leben umgehen.
Und dann werden wir auch erkennen, für was sie gut sind.
So können wir sagen, dass uns Freude und Schmerz in einer gewissen Art in unserem Dasein lenken und beides eben seine Berechtigung/seinen Sinn hat.
Und da sind wir wieder bei dem schönen Buch „Alles fühlt“ von A.Weber…:-)
Herzliche Grüße
Stefan
