#9073
Stefan
Teilnehmer

    Liebe Maria, liebe Leser,

    ja, ich glaube, da gilt es ganz genau hinzuschauen, aus welchen Beweggründen unser Tun entspringt.
    Handeln wir aus dem reinen Intellekt heraus, gibt es wohl diese Entscheidung, ob ich für mich oder für andere etwas tue.
    Wenn ich jedoch aus einem liebevollen Herzen heraus handel, gibt es diese Trennung im Grunde gar nicht mehr, denn dann haben wir die Situation, dass ich gleichzeitig für mich etwas tue, wenn ich für andere da bin.
    Sicher sollte das jedoch so gestaltet werden, dass ich meine eigenen Dinge dabei nicht vernachlässige – und dann sind wir wieder bei unserem bekannten „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
    Sonst würde es einfach nur heißen „Liebe deinen Nächsten.“
    Das Gebot der Liebe bedeutet für mich jedoch auch, dass ich mir in einer entsprechenden Situation überlege, wie ich mich fühlen würde, wenn ich vom anderen so behandelt werden würde, wie ich vor habe zu handeln, d.h. ich tausche gedanklich die Seite und spüre dann hinein, wie es für mich wäre.

    Ein egoistisches Handeln würde ich als solches bezeichnen, wenn ich meine eigenen Ziele auf Kosten anderer erreichen will.
    Ansonsten würde ich eher von Selbstfürsorge sprechen.

    Herzliche Grüße
    Stefan