Liebe Maria, liebe Leser,
das Thema „Selbstfürsorge“ erinnert mich an „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“.
Sicher sollten wir uns in erster Linie um uns selber sorgen, meine ich, und wenn dann noch Kapazitäten frei sind, um andere.
Es ist aber auch so in meinem Erleben, dass das Sorgen um meine Mitmenschen mich auch wiederum beglückt, insofern können wir das gar nicht so trennen, denn dann haben wir die Situation, dass ich mich um mich kümmere, wenn ich für den Anderen da bin.
Es gibt ja auch den Ratschlag, dass wir das, was wir uns von anderen wünschen, erstmal anderen zukommen lassen sollen – und dann wird es sich auch bei uns einstellen bzw. löst sich dann der Wunsch oft damit schon auf..
Es kommt auch darauf an, auf welche Ebene wir uns beziehen, finde ich, denn im Materiellen ist das ja vielleicht nicht immer für uns möglich, jedoch auf seelisch-geistiger Ebene.
Also z.B. wenn es um unser Gefühlsleben geht, dann bin ich der Ansicht, des es in den allermeisten Fällen allein in unserer Hand liegt (bzw. an unserem Denken), wie wir in einer Situation empfinden oder fühlen werden.
Da ist Selbstfürsorge unbedingt angebracht, finde ich, in dem Sinne, dass wir da volle Verantwortung für uns selbst übernehmen und nicht andere für unser Gefühlsleben verantwortlich machen.
Klarer erscheint mir der Zusammenhang von einem achtsamen Umgang mit der Schöpfung und unserem eigenen Wohle.
Hier ist es glaube ich offensichtlich, dass wir uns selber schützen, wenn wir pfleglich mit der Natur umgehen.
Denn schließlich leben wir von ihr und durch sie, d.h. wenn wir sie schädigen, schaden wir uns selbst.
Ein anderes Beispiel ist die Situation in einer Partnerschaft oder Freundschaft – da kann es leicht zu Unstimmigkeiten kommen, wenn die Verantwortung für unser Wohl an den Anderen abgegeben wird.
Die Ansicht, dass uns der Partner glücklich oder unglücklich machen kann, ist für mein Verständnis einer der größten Fallstricke – gerade zwischen Mann und Frau führt dies leider oft zu Verstimmungen jegliche Art.
Letztlich geht es im Grunde immer um die Übernahme unserer Eigenverantwortung – je mehr wir die versuchen auszulagern, desto unzufriedener werden wir sein, denn dann sind wir in einem Abhängigkeitsverhältnis.
Mit lichten Grüßen
Stefan
