#9525
Stefan
Teilnehmer

    Liebe Maria,

    ja, die ersten zwei Gebote, die im Grunde alles enthalten, sind die Gottes- und die Nächstenliebe.
    Und genau da führt uns wieder die Dankbarkeit hin, für all die Wunder des Geistes und der Schöpfung, für all die Dienste und Gaben unserer Mitmenschen.

    Was ich mich neulich gefragt habe, ist, was eigentlich mit „unserem Nächsten“ gemeint sein mag?
    Es heißt ja nicht „Liebe alle Menschen wie dich selbst“, nein, es heißt „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
    Wer also ist unser Nächster?
    Ist es räumlich gemeint, also der, der uns gegenüber steht?
    Oder ist es seelisch-geistig gemeint, d.h. derjenige, der uns diesbezüglich von der Reife am nächsten steht?

    Da vieles in der Schrift nicht wörtlich, sondern geistig zu verstehen ist, meine ich, dass Letzteres damit gemeint sein mag.
    Dazu würden mich jedoch eure Ansichten sehr interessieren!
    Und Maria, du weißt womöglich die Auslegung von Steiner/in der Antroposophie diesbezüglich?

    Lichte Grüße
    Stefan