Lieber Stefan, liebe Leser,
den Text des Benediktinermönches Steindl-Rast hast du passend zu dem Forumsthema „Das Göttliche in uns?“ hier reingesetzt. Er beschreibt wie wir, alle Menschen auf dieser Welt beispielsweise über den Atem verbunden sind. U.a sagt er auch „Aber viel mehr noch hängen wir zusammen durch den Geist.“ Daran möchte ich anknüpfen. Was ist der Geist? Steindl-Rast schreibt, da uns der Geist und der Geist-Atem erfüllt, können wir die Fülle des Universums verstehen. Wie geht das genau? Ich meine, wir können nicht schon alles verstehen, weil dieser Geist existiert, sondern dass ich als Mensch und als Person, die Erkenntnisse erringen will, den Weg beschreiten müsste, wie die Welt und ihre Erscheinungen zu erforschen sind. Jeder Forscher in jedem Fachgebiet bewegt sich auf dieser Ebene. Er betrachtet, hat Wahrnehmungen und denkt. Ein Forscher und auch ein Forscher auf spirituellem Gebiet ist nach meinem Verständnis immer ein Denker. Er bewegt einen Gedanken, er ist sich der großen Kraft der Konzentration, die in einem Gedanken liegt, bewusst. Der Gedanke ist der Geist, der den Dingen inneliegt. Und da gibt es im Bereich der Esoterik zwei Strömungen, eine, die ich als mystisch bezeichnen würde und die Verbindung mit Gott in einer sich versenkenden Weise sucht und eine, die durch Einsatz des Bewusstseins und insbesondere des Denkens, diese Zusammenhänge denkend erforscht. Albert Einstein, den David Steindl-Rast benennt, war sicher ein Denker, ein kreativer Denker. Einstein war es auch, der sagte, dass die frömmsten Menschen im Grunde die Forscher sind, die sich mit großer Hingabe daran machen, eine Phänomen der Welt bis ins Innerste zu verstehen. Wie siehst du, wie seht ihr diese Unterscheidung? Würde die Geisterfüllung an sich genügen, dann würden wir im Paradies leben. So denke ich persönlich, dass es schon eine große Aufgabe und Anforderung des Menschen ist, der nach Erkenntnissen sucht, sein Bewusstsein einzusetzen und aktiv zu werden. Sei es bei kleinen Tätigkeiten des Alltags wie auch bei Lebenszielen, die man verfolgt.
Maria
