Liebe Maria,
nochmal zur Vergeistigung des Körpers, welche du angesprochen hast.
Für mich stellt sich das im Grunde sehr klar und einfach dar – je freier wir innerlich werden, desto mehr können wir unsere Liebe fließen lassen – und dies zeigt sich natrürlich auch über unser Tun.
Unser Körper wird dann immer mehr zum Werkzeug der Liebe, egal was wir tun.
Von Augustinus gibt es ja den schönen Spruch:
„Liebe – und tue, was du willst!“
Darin wird auch deutlich, dass Liebe eine Geisteshaltung ist, die entweder vorhanden ist oder nicht.
Und je mehr sie vorhanden ist, desto weniger wird es wichtig für uns sein, was wir tun, denn wir lassen sie in alles miteinfließen.
Es ist ja nicht so, dass es egal wäre, ob wir liebevoll denken/handeln oder nicht, es hat ja alles seine Auswirkung – auf uns selbst wie auch für alle (s) andere (n).
Vielleicht können wir sogar hergehen und sagen, mit jedem Augenblick, in dem wir in einem liebevollen Geiste verweilen, tragen wir zum Weltfrieden, und in jedem, in dem wir nicht in der Liebe verweilen, zum Unfrieden in der Welt bei.
Denn letztlich können wir uns ein Energie-Feld in und um uns herum vorstellen, welches stets mit unseren Energien gespeist wird – alles fließt ja immerzu – und die Summe von uns allen ergibt dann die (mehr oder weniger sichtbaren) Zustände in der Welt.
Und dann sind wir wieder ein wenig bei Rudolf Steiner, liebe Maria, hatte dieser nicht von einer „Pflicht des Liebens“ gesprochen…?
Oder habe ich das nun verkehrt in Erinnerung?
Jedenfalls haben wir eine große Verantwortung, vielleicht mehr als wir annehmen, nicht „nur“ für uns selber, sondern für das gesamte (Spiel-) Feld – dies wird mir immer klarer, je mehr ich erkennen kann, wie alles miteinander verbunden ist.
Mit lichten Grüßen
Stefan
