#8818
Stefan
Teilnehmer

    Liebe Maria,

    Erkenntnis und Liebe sehe ich, wie Du auch, als eines bzw. man könnte vielleicht sagen, erst über die Liebe erkennen wir wirklich.
    Dazu fällt mir eine Stelle in der Schrift ein, in der es heißt:

    „…und er erkannte seine Frau und sie gebar ihm einen Sohn…“

    Bzgl. dem Bösen – im Faust können wir lesen:

    „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft…“

    Und was ich auf den Kanaren gelernt habe: Aus der größten Asche erwächst wieder frisches, neues Leben!
    Ja, Lava ist sogar hoch fruchtbar…

    Ich glaube, es ist einfach eine Grund-Geisteshaltung, ob wir eher im Bisherigen verankert sein möchten und mehr die Bewahrer sind oder zu Neuem bereit sind und immerzu forschen, was es noch so gibt/geben könnte.
    Hängen wir jedoch nicht am Alten, sondern sind auch bereit für einen Wandel, tun wir uns im Leben leichter, das ja ständigen Wandel mit sich bringt.
    Und nun nehme ich den „bösen“ Luzifer wieder mit ins Spiel und sage, gut, für diejenigen, die ewig auf das Gestrige bauen, benötigen wir zusätzliche „Entwicklungshilfe“ 😉
    Dann geschehen Unfälle, werden wir krank bzw. der Körper zeigt Symptome, gibt es Beziehungsprobleme etc.
    Lauter so unschöne „böse“ Dinge, die wir nicht haben möchten.
    Diese Situationen sind aber einfach für uns da, um in der Erkenntnis, in der Liebe zu wachsen – wie Du ja auch erwähnst, liebe Maria.
    Darum sind sie nicht „böse“, sondern eine Hilfe für uns.
    In der Schule sagen wir ja auch nicht, der Lehrer wäre böse, nur weil er uns Aufgaben lösen lässt, um zu lernen 😉
    Betz nennt unsere Trigger-Menschen „Arsch-Engel“, haha, auch ein schönes Wort dafür.

    Ich glaube, es kommt einfach auf unsere Zielsetzung im Leben an, was für uns dann entsprechend gut und was eher nicht so gut ist.
    Und haben wir kein weltliches Ziel mehr, welches wir unbedingt erreichen möchten, dann wird uns alles recht sein, was uns das Leben über sog. „Zufälle“ zufallen lässt, um uns weiter entwickeln zu können – und dann löst sich eben dieses „gut“ und „böse“ auf.

    Dazu sollte ich noch erwähnen, dass ich an eine höhere Ordnung im Leben glaube, an gewisse „gerechte“ Gesetzmäßigkeiten (Ursache-Wirkung/Saat und Ernte), an eine „All-Liebe“, welche immer unser Bestes (= größtmögliche innere Freiheit und damit Liebesfähigkeit) möchte und daran, dass Liebe die größtmögliche Kraft/Macht ist, welche existiert.
    Und dieser Glaube ist kein angelesener „Buchstaben-Glaube“, sondern über viele Jahre in mir gewachsen – und zwar durch unzählige persönliche Erfahrungen.

    Naja, also dass unser Körper unserem Geist folgt, nehmen wir meist gar nicht wahr, da es so selbstverständlich für uns geworden ist, aber wenn wir uns mal bewusst beobachten, dann fällt es uns wieder auf.
    Dabei gibt es mehrere Ebenen, die uns ins Handeln bringen können:

    – ein Gedanke (vom Kopf oder vom Herzen)
    – ein Gefühl/Empfinden
    – ein innerer Impuls
    – ein körperliches Bedürfnis (vegetatives Nervensystem)
    – ein äußerlicher Reiz…

    Und heißt es nicht so schön, wenn jemand stirbt oder etwas nicht mehr funktioniert, er/sie/es hat seinen/ihren Geist aufgegeben…?

    Lichte Grüße
    Stefan