Liebe Maria,
Deine Gedanken, dass möglicherweise erst Trennung sein muss, damit eine neue Art der Einheit erreicht werden kann, geht mit mir sehr in Resonanz.
Vielleicht können wir sagen, wir haben dadurch die Möglichkeit, aus freien Stücken und ganz bewusst diese Einheit wieder herstellen zu wollen.
Und dann wäre der „böse“ Sündenfall wiederum sogar eine notwendige Voraussetzung dafür, dass der Mensch bewusst entscheiden lernt…?
Dass er erkennt, dass sein natürliche Zustand, nämlich in Gott zu verweilen, das Beste ist, was er tun kann?
Im Grunde ist es für mich ja schon merkwürdig genug, dass ein vollkommener Gott, von dem gesagt wird, dass ER/ES Liebe ist, so etwas wie eine listige Schlange erschafft…?
Vielleicht auch nur eine etwas zu menschlich gedachte Vorstellung von einem Gott, um sich manch Unerklärbares, scheinbar Böses im Leben erklären zu können?
Wenn wir davon ausgehen, dass Gott alles erschaffen hat und es nichts gibt, was nicht von IHM/ES durchdrungen ist, wo kann dann eigentlich etwas Böses entstanden sein?
Dies hat mir noch nie eingeleuchtet.
Gut, wenn wir sagen, die erschaffenen Geistwesen sind mit einem eigenen Willen ausgestattet, dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich gegen Gott zu stellen…dann wären wir bei Luzifer…auch eine Art Sündenfall.
Und dann sind wir wieder bei gut und böse.
Wenn wir jedoch Luzifer als unseren Freund ansehen, da wir erkennen, dass er uns im Grunde nur prüft und keine wirkliche Macht über uns hat, außer wir geben sie ihm, dann löst sich diese Unterscheidung auch wieder auf.
Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, die Liebe löst es immer auf! 🙂
Dies ist doch beruhigend, finde ich.
Einen Feind gibt es nurt dann, wenn wir ihn dazu erklären.
Das Böse gibt es nur, in dem wir es so benennen/sehen wollen.
Somit löst sich in der Liebe diese Dualität auf – und führt uns in die ersehnte Freiheit, in den ursprünglichen Frieden.
Was den Menschen anbelangt, stellt sich mir ja bereits die Frage, was ist denn eigentlich der „Mensch„?
Ist er Geist?
Oder Geist im Körper?
Oder nur Körper?
Wenn es in der Schrift heißt, er sei Staub, bezieht man sich ja nur auf den Körper.
An anderer Stelle heißt es aber doch, „…Gott hauchte ihm seinen Atem ein und er wurde zu einer lebendigen Seele…“
Und aus unserem täglichen Erleben wissen wir ja gut genug, dass etwas den Körper steuert, was wir „Geist“ nennen, und wenn dieser aus dem Körper austritt, er verendet.
Und als „Gottes Ebenbild“ müßten wir sowieso ewig leben.
Vielleicht können wir sagen, so wie Gott in seiner Schöpfung lebt und wirkt, so lebt der Mensch in seinem Körper, wir können es im Grunde nicht trennen, denn auch „Körper“ sind ja nichts anderes als Schwingung, also „Geist“, nur halt eine andere wie reiner Geist/Schwingung ohne Körper.
Die sogenannte Festigkeit der Materie hat sich im Zuge der Quantenphysik in Schwingung aufgelöst, d.h. es gibt im Grunde gar nichts Festes, kein kleinstes Teilchen, die Übergänge sind fließend, irgendwann ist alles nur noch Schwingung.
Unser „Körper“ besteht ja zu 99,999999999 % aus sog. leerem Raum…also, was ist er dann eigentlich?
Schwingung, genauer gesagt Licht.
Es ist also nicht einmal eine Metapher, dass wir Lichtwesen sind, es ist rein physikalisch so.
Insofern gibt es auch keine Trennung, denn dieser Raum in uns geht ja nahtlos über in den Weltraum.
Eine Trennung existiert also nur in unserer Vorstellung, d.h. es existiert nur Liebe…wovon sollen wir uns dann eigentlich abtrennen können?
Wohin?
Da es uns aber nach unserem Glauben geschieht, erleben wir Trennung, wenn wir daran glauben, dass wir getrennt sind.
Schon kurios irgendwie!
Also, alles nur Kopfkino?
Glaubt man den sog. Erwachten, ja, es ist wohl diese Illusion, von der immer gesprochen wird…
Und die gilt es wohl aufzulösen, um wieder in unseren ursprünglichen, paradiesischen Zustand zu gelangen.
Lichte Grüße
Stefan
