Liebe Maria,
ja, so wie du das beschreibst, also ein Freiwerden von Bindungen jeglicher Art durch ein übergeordnetes Ideal, z.B. der Christlichen Liebe, das meine ich u.a. damit.
Insofern werden wir dann entsprechend immer mehr selbst zum „Christus“, je mehr wir diese Geisteshaltung verköpern und leben – und so kann Jesus Christus „auferstehen“ und wieder auf Erden weilen…in uns, durch uns.
Unsere eigene Persönlichkeit tritt dabei immer mehr zurück in den Hintergrund (und damit gewisse Vorlieben oder Abneigungen).
Dies bedeutet für mich, zu sterben vor unserem Tod, nämlich innerlich.
Wir geben unser kleines, persönliches Ich auf zugunsten des übergeordneten, all umfassenden-göttlichen ICH, welches im Grunde unpersönlich erscheint.
Es ist aber auch ein Freiwerden von Hemmungen, Ängsten, Blockaden etc., welches über Erkenntnisse von statten geht.
D.h. je mehr wir die Zusammenhänge und Lebensprinzipien erkennen können, desto freier werden wir, da sich Ängste (durch Unkenntnis) auflösen können.
Und je weniger Ängste wir in uns tragen, desto mehr können wir eben unsere Liebe frei fließen lassen – Angst oder Liebe, die bekannten zwei Antriebsfedern in uns.
Weilen wir in der Liebe, sind keine Ängste da, dies erlebe ich immer wieder.
Mancheiner sagt dann zu mir, mensch, du bist aber mutig…nein, es hat nichts mit Mut zu tun, es ist eine Klarheit und eine innere Gewissheit, welche mich dann entsprechend handeln lässt, ohne mir darüber Gedanken zu machen, was die evtl. Folgen davon sein könnten.
Man könnte auch sagen, wir sind dann vollkommen im JETZT, im Augenblick, ohne gestern oder morgen.
Wahrscheinlich ist es auch so, dass beides miteinander zusammen hängt, sprich, je mehr wir noch in Ängsten gefangen sind, desto stärkere Bindungen werden wir wohl auch haben, als Sicherheit soz.
Es ist aber natürlich eine Schein-Sicherheit, denn diese weltlichen Stützen können jederzeit einstürzen, sind auf Sand gebaut, wie es so schön heißt.
Mit Vorfreude auf deine weiteren Gedanken dazu
und mit lichten Grüßen
Stefan
