#8776
Jens
Teilnehmer

    Hallo Stefan,
    ich finde die Geschichte ziemlich rätselhaft und bin ziemlich weit vom Verständnis entfernt denke ich. Nur mal als spontaner Gedanken aus mehr anthroposophischem Hintergrund dazugesetzt, ein bisschen eine Mischung aus Deinen Gedanken und Marias: Rudolf Steiner weist ja immer auf das unterschiedliche Bewusstsein der damaligen Zeit und der heutigen Zeit hin, und auf die notwendige Bewusstseinsentwicklung in der Menschheit durch den Christus. Nach Rudolf Steiner war die „Verstandesentwicklung“, also die Trennung von Gut und Böse, sinnvoll und gewissermassen Voraussetzung für eine neues, noch zu entwickelndes höheres oder reiferes Bewusstsein, dass sowohl die irdische Welt als auch die göttliche Welt „erkennt“, oder „sieht“. Er selbst spricht auch von Herzdenken. Das Verhältnis von Sexualität und Spiritualität in der anthroposophischen Auffassung verstehe ich so, dass die Bedeutung des Christusimpulses darin liegt, dass der Mensch nun alle irdischen Verhältnisse, bis in die Materie, durch sein Bewusstsein bzw. seine Liebeskraft verwandeln kann (was als Transsubstantiation bezeichnet wird) und auch eine Erlösungs- und Heilkraft entwickelt. Dies ist gewissermassen seine „primäre“ Zeugungskraft und Schöpferkraft, die in Zukunft noch grösser werden wird. Soweit kann ich es noch gut beschreiben, wie es mit der Einheit von Sexualität und Liebe aussieht, da bin ich im Moment noch überfragt.
    Herzliche Grüße, Jens