Schluss mit eigenbezogener Spiritualität!

Forum für Spiritualität im Dialog

#9883
Stefan
Teilnehmer

    Liebe Maria,

    herzlichen Dank für den Hinweis zu Rudolf Steiner.
    Das ist ja hoch interessant, dass es offenbar zwei Jesuse gab, einen aus der königlichen Linie und einen aus der priesterlichen.
    Ja, und wie du aus dem Text zitierst, vollendete sich Jesus wohl erst am Kreuz zum Christus, so empfinde ich es auch:

    „Erst diese von Christus durchdrungene, durch die Vereinigung der beiden Jesusknaben gebildete und durch reiche Erfahrungen hindurchgegangene Menschengestalt darf, als gleichsam dritte Messias-Gestalt, zurecht als Jesus Christus angesprochen werden.“

    Mit der „täglichen Kreuzigung“ meine ich die im Gedanken oder mit Worten, was im Alltag so abläuft.
    Z.B. auch das Getratsche über andere…wie oft kritisieren wir gedanklich andere…oder auch uns selber?
    Es muss gar nicht ausgesprochen werden, der Gedanke reicht schon, denn er kommt an.
    Dieses Verurteilen ist jedes Mal eine Kreuzigung, mal mehr und mal weniger.
    Sind wir Richter über unseren Nächsten?
    Das heißt nicht, dass wir Missstände nicht ansprechen sollen, nur sollten wir das Verurteilen dafür fallen lassen – und dann kann sich vielleicht auch erst eine konstruktive Lösung für alle Beteiligten einfinden…

    Mit lichten Grüßen
    Stefan