#8640
Stefan
Teilnehmer

    Liebe Maria, lieber Jens,

    ein „empfindsames Wahrnehmen“, ja, das trifft es wohl ziemlich gut – und eine Wechselwirkung gibt es da sicherlich zwischen Denken und Fühlen.

    Es würde mich jedoch wirklich interessieren, ob mir jemand von euch über irgendetwas im Leben zu 100% Sicherheit etwas sagen kann?
    Ich kann es nicht – insofern sind wir da eher beim Glauben, nicht beim Wissen.
    Allen voran über das Wasser – dem Lebensstoff schlechthin – es gibt so viele Anomalien, die mit unseren scheinbar erkannten Gesetzmäßigkeiten nicht erklärbar sind.
    Empfehlen kann ich da auf youtube von 3 Sat eine Doku darüber: „Wasser, das unbekannte Wesen.“
    „Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ist ein Ozean.“
    Darin wird auch die Fähigkeit des Wassers zur Informationsspeicherung behandelt.
    Es wird ersichtlich, dass das Wasser jeweils eine andere Kristallstruktur erhält, je nach Umgebung oder Lebewesen in der Nähe.
    D.h., wenn wir nun hergehen und sagen wollen, wie denn Wasser strukturell in seiner natürlichen Form aussieht, ist dies unmöglich, denn indem wir es untersuchen, verändern wir sie…
    Das Selbe lehrt uns der Doppelspaltversuch in der Physik – messen wir Lichtteilchen, verändern sie ihr Verhalten (Welle-Teilchen-Dualismus).
    Und da wir nur Erkenntnisse mittels einer Beobachtung/Messung erhalten können, werden wir niemals die Dinge so erleben können, wie sie natürlicherweise sind.
    Da Leben immer in Interaktion miteinander geht, sehen wir also immer nur das, wie Leben aussieht, wenn wir es beobachten.
    Beobachtet es jedoch ein anderer, zeigt es sich anders.

    Was ist also Wirklichkeit, was ist Wahrheit?

    Das Leben lässt sich in diesem Sinne nicht erklären, das wird aus obigem klar – darum meine Folgerung, es gehe nur über die Liebe.
    Liebe misst nicht, sie beurteilt nicht, sie nimmt einfach nur wahr…und damit kann unser Gegenüber so sein, wie sie/er/es ist.
    Wir spüren das bei Menschen, die uns wirklich sein lassen können, wie wir sind, die uns annehmen, wahrnehmen, „lieben“.
    Dann ist Freiheit vorhanden – und in diesem Freiraum kann sich auch wieder neues Leben entfalten.
    Das ist meine Erfahrung diesbezüglich.

    Lichte Grüße
    Stefan