#7914
Maria
Administrator

    Liebe Leser,

    eben von einem Gespräch mit einem Menschen kommend, der sich für zeitaktuelle Themen interessiert und dazu direkte Begegnung und Gespräche sucht, fasse ich ein paar Punkte kurz zusammen:
    Ausgehend von der Frage, was der Einzelne für den Frieden tun kann, kamen wir beide zu dem Punkt, dass Frieden nicht einfach gegeben ist auf der Welt, sondern von Menschen in aktiver Bemühung immer wieder hergestellt werden muss. Ebenso, dass es eine Frage des Charakters ist, einmal von Politikern, aber auch von jedem Bürger, ob ich an Frieden interessiert bin und dafür meine Kräfte einsetze. Es tat sich dann die Frage auf, was ist Charakter? Gibt es einen guten und einen schlechten Charakter oder ist Charakter grundsätzlich positiv im Sinne eines aufrichtigen Verhaltens, von Ehrlichkeit, Ausdauer in der Verfolgung eines Zieles, Freilassen anderer Menschen, in der Entwicklung von Werten etc. gemeint? Dieser Frage werde ich persönlich noch nachgehen.

    Im Laufe des Gespräches entwickelte sich auch der Gedanke, dass beispielsweise die Gier eine Macht ist, die zu Kriegen führt. Man beachte nur die Gier nach den Bodenschätzen anderer Länder, die mit diesen Bodenschätzen womöglich reicher gesegnet sind als das eigene Land. Das Vorkommen von Gold, Lithium, Erdöl, Erdgas, Uran etc. waren und sind bis heute immer wieder der Auslöser von Kriegen und Übergriffen eines Landes auf ein anderes. Wenngleich es oft unter dem Vorwand geschieht, hier die „Demokratie“ bringen zu wollen. Und damit tat sich auch der Aspekt auf, dass gezielte Manipulation von Menschen zu Unfrieden führt. Von derartigen Manipulationen beispielsweise in Kinderbüchern und Schulbüchern berichtete mein Gesprächspartner und bei Schulbüchern wurde mir diese im Lauf der Jahre auch bewusst. Die Geschichte wird umgeschrieben, wie es gerade der herrschende oder politische Zeitgeist will.

    Meinem Gesprächspartner war es wichtig, dass Erkenntnisse, die ein Mensch hat, dann auch Aktivitäten nach sich ziehen sollten, um gesellschaftlich wirksam zu werden. Ich wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass das Ideal eines Menschen, für das er sich sein Leben lang eingesetzt hat, auch nach dessen Tod weiterlebt. Dass also alles, was wir wirklich von ganzem Herzen und mit klarem Verstand anstreben und uns um Umsetzung bemühen, nicht einfach mit dem persönlichen Tod zu Ende ist. Ich kann hier den Werdegang des Begründers des Roten Kreuzes als eindrucksvolles Beispiel nennen. https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Dunant

    Da mein Gesprächspartner einen Gesprächskreis zu zeitaktuellen Fragen gründen möchte, bewegten wir auch die Frage, wie dieser sich am besten gestalten könne. Mit oder ohne Moderator, mit jeweils einem vorgegebenen oder gemeinsam gewählten Thema, mit dem Vorschlag der Lektüre eines Buches, dem Ansehen eines Filmes, mit persönlichen Kurzreferaten eines jeden…. Das alles ist für ihn noch offen. Anschaubar wurde, dass auch ein Gesprächskreis die aktive inhaltliche Beteiligung jedes Mitgliedes braucht, ebenso wie die Fähigkeit, andere Standpunkte erstmal anzuhören und zu versuchen sie zu verstehen, um dann daran anknüpfend das Thema weiterzuführen.
    Ich selbst halte solche Initiativen, nicht nur im Netz, sondern auch in der persönlichen Begegnung, für wertvoll und wünsche derartigen Ideen eine fruchtbare und friedensfördernde Realisierung.

    Maria