Mit dem Begriff „Frieden“ verhält es sich ähnlich wie mit dem der „Liebe.“ Gibt es einen Menschen, der sich nicht Liebe erwünscht und liebesfähig sein möchte? Und gibt es Menschen, die sich nicht Frieden ersehnen und im Frieden ein höchstes Gut sehen?

Doch, so fragte sich Erich Fromm in seinem zeitlos aktuellen Buch „Die Kunst des Liebens“, warum gibt es so wenig Liebe auf der Welt, wo wir sie doch alle so sehr wünschen? Und wir können uns ebenso die Frage stellen, warum leben wir in einer Welt voller Krieg im Großen und im Kleinen und warum schleicht in der Atmosphäre eine Stimmung heran, die die Frage und den Wunsch nach Frieden ersticken will?

Erich Fromms erhellende Erkenntnisse zu der Frage nach der Liebe lauten u.a. so: „Die meisten Menschen sehen das Problem der Liebe in erster Linie als das Problem, selbst geliebt zu werden, statt zu lieben und lieben zu können.“

Und weiter: „Ich möchte den Leser davon überzeugen, daß alle seine Versuche zu lieben fehlschlagen müssen, sofern er nicht aktiv versucht, seine ganze Persönlichkeit zu entwickeln und es ihm so gelingt, produktiv zu werden… .“

Frieden erfordert Aktivität. Der friedensehnende, friedenstiftende, friedenausstrahlende Mensch ist eine aktiver Mensch. Die Sehnsucht und der Wunsch allein genügen nicht. In den 80er Jahren gab es eine aktive Friedensbewegung mit dem Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“. Ich stelle allen Betrachtungen zum Frieden hier eine andere Überlegung voran. Ohne Waffen, aber womit dann? Welche Mittel stehen uns für Friedensarbeit zur Verfügung?

Mein Vorschlag wäre:„Frieden schaffen mit dem Werkzeug des Bewusstsein – Frieden denken, Frieden empfinden, Frieden leben.“

Filmkunst gegen den Krieg

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