#8246
Stefan
Teilnehmer

    Liebe Maria, lieber Jens,

    die Frage, wie man eine Liebestat als solche erkennen kann, ist natürlich sehr wesentlich bei diesem Thema.
    Und ein anderer kann es nicht unbedingt erkennen, weil er die Beweggründe des Handelnden nicht wirklich wissen kann, ausser er/sie spürt es in seinem/ihrem Herzen, da gleiche/ähnliche Energieschwingungen in Resonanz miteinander gehen.
    Insofern spüren wir dies eben auch selber und wissen im Grunde genau, ob wir etwas absichtslos bzw. aus der Freude zum Anderen tun oder aus Berechnung, damit wir möglicherweise einen Vorteil daraus erzielen können, was Manipulation bedeutet.

    In den Satz von Steiner:

    “Die Liebe ist für die Welt dasjenige, was die Sonne für das äußere Leben ist. Es würden keine Seelen mehr gedeihen können, wenn die Liebe weg wäre von der Welt. Die Liebe ist die moralische Sonne der Welt.”

    kann ich voll miteinstimmen.

    Ohne Liebe kann nichts leben oder gedeihen, denn sie ist ja die Universalkraft des Lebens selbst.
    Im Grunde würde ich sagen, es existiert ja gar nichts anderes, denn wenn ich davon ausgehe, dass “GOTT” (oder wie man auch immer diese allumfassende und alles durchdringende Kraft nennen möchte) “Liebe” ist, wo soll dann noch etwas anderes sein?

    Die Frage, warum dann in der Welt überhaupt so viel Unfriede, Schmerz, Krnakheit und Krieg sein kann, wenn es doch nur “Liebe” gibt, ist ganz einfach zu beantworten – weil so viele Menschen daran glauben, dass es auch “Nicht-Liebe” geben kann (freier Wille, wir sind freie Geistwesen).
    Mit diesem Gedanken, der ja “nur” in unserem Denken existiert, lösen wir Verhältnisse aus, die uns aufzeigen, an was wir da glauben.
    Es ist wie in einer Art “Sandbox” am PC, es läuft ein Programm ab, welches mit dem eigentlichen System des PC gar nichts zu tun hat, also getrennt von ihm arbeitet, um mögliche Schäden am System zu vermeiden, ist also eine Art Test- oder Probe-Raum für Programme, die man nicht kennt und nicht weiß, was sie verursachen können.
    In etwa so können wir uns das vorstellen.
    Es ist eine Scheinwelt, die natürlicherweise gar nicht existiert, die wir aber mittels unserer Gedankenkraft erschaffen können.

    Und darum bin ich auch der Ansicht, dass wir die Liebe nicht erst erlernen, sondern uns “nur” an sie erinnern brauchen, denn sie ist der natürliche Zustand von uns selbst, ja eben von allem.
    D.h., wir leben immerzu in der Fülle (und sind uns dessen einfach nicht bewusst), was bedeutet, es ist keine Angst (= Mangelbewusstsein durch Trennungsgedanken) vorhanden, und wir haben einen freien Willen, d.h. wir haben immer die Wahl zwischen “Liebe” oder “Nicht-Liebe” (Freiheit sehe ich als Grundlage von Liebe).
    Insofern “muss” hier nach meiner Ansicht niemand etwas, das würde ja dem Grundprinzip der Liebe selbst widersprechen.
    Wir haben jedoch die freie Wahl, sie zu leben – den Unterschied werden wir deutlich wahrnehmen, denn somit wird sich Freude, (scheinbar grundloses) Glück, Ausgeglichenheit, Gelassenheit, Friede, also diese göttliche Fülle immer mehr in unser Leben und unserem Umfeld einstellen, auf allen Ebenen.

    Die Natur kann nur “lieben”, sie folgt unabdingbar diesen Gesetzmäßigkeiten – warum?
    Damit eine feste Grundlage für andere Lebewesen geschaffen werden kann, die ja von irgendetwas leben müssen.
    Gäbe es dort einen freien Willen, wäre möglicherweise die Grundlage irgendwann weg.
    Aber bereits Tiere haben eine Entscheidungmöglichkeit – und wir Menschen um so mehr.
    Damit wächst aber auch die Verantwortung für uns selbst wie auch für die gesamte Schöpfung.
    Das Ergebnis können wir auf Erden erkennen – es zeigt an, in welchem Maße wir zur Liebe fähig sind.
    Insofern geht der Weg einer Veränderung in der Welt immer über uns selbst, eben über unsere Liebesfähigkeit.

    Herzliche Grüße

    Stefan

    P.S.: Noch eine Frage an Maria – vor etwa zwei Jahren habe ich eine kleine Schrift (20 Seiten) “Über die Liebe” verfasst – auf Wunsch könnte ich diese hier einstellen…?