Liebe Maria, liebe Leser,
diese Verstehen wollen des Lebens an sich ist wohl einerseits angetrieben von purem Wissensdurst und andererseits von tiefer Frömmigkeit, so wie Einnstein das auch so schön formuliert.
Persönlich glaube ich, dass große Denker und Forscher immer zutiefst ehrfürchtig und „fromm“ sind.
Es bedarf einer gewissen Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens, um tiefere Erkenntnisse darüber erfahren zu können, meine ich.
Auch wächst wiederum die Ehrfurcht mit jeder neuen Erkenntnis darüber, insofern begünstigt sich das gegenseitig.
Überhaupt mache ich auch immer wieder persönlich die Erfahrung, dass ich dann erst Neues erkennen darf, wenn in meinem Innersten sich wieder mehr Demut dem Leben gegenüber eingestellt hat.
Bei Extremsportlern wie Reinhold Messner z.B. meine ich auch immer wieder diese große Ehrfurcht aus seinen Worten und seinem Tun erkennen zu können – darum hat er wohl auch immer überlebt.
Er wußte genau, dass seine Fähigkeiten, so gut sie auch sein mochten, oft nicht ausgereicht hätten, wäre er nicht demütig gewesen.
Liebe Maria, du schreibst: „Würde die Geisterfüllung an sich genügen, dann würden wir im Paradies leben.“
Also ich würde es mal so formulieren: Wir leben im Paradies, nur erkennen es viele leider nicht!
Die wundervolle Erde i s t ein Paradies, genauso wie wir mit unserem Körper ein „persönliches Paradies“ geschenkt bekommen.
Die Sache ist nur die, dass es Kräfte und Menschen gibt, die sich nicht an die Spielregeln des Lebens halten mögen, da sie meinen, es wäre nicht genug, es ginge noch mehr.
Und dieser (Irr-) Glaube wirkt zerstörerisch, da er das Gleichgewicht und die Harmonie zerstört – darum der Unfriede in der Welt.
Die Geisterfüllung ist im Grunde für sich völlig genug, es gibt jedoch Menschen, die werden dann aktiv und treten für diesen Geist ein (z.B. Jesus oder Ghandi), was nicht zwangsläufig geschehen muss, glaube ich.
Manche ziehen sich möglicherweise weitgehend aus der Welt zurück und leben irgendwo unauffällig in aller Einfachheit Stille.
Im Grunde reicht es vollkommen aus, sich die Natur bzw. die Schöpfung einfach nur anzusehen, um ehrfürchtig zu sein, finde ich, dazu muss ich gar nichts wissen (insbesondere wenn wir uns z.B. den Sternenhimmel ansehen) – ein Forschen und Erkennen diesbezüglich kann dies jedoch sicherlich noch verstärken.
Und irgendwo empfinde ich es auch als eine Art Memori-Spiel, d.h. ich schaue immer wo die Entsprechung für eine Erscheinung liegt, d.h. ich vergleiche die Ebene der Außenwelt mit der meiner Innenwelt.
Lichte Grüße soweit
Stefan
